Archiv für 17. November 2008

17
Nov
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Mut zur Veränderung – Einleitung

sonnenblume1Mit dieser Einleitung beginne ich eine kleine Serie von Artikeln, in denen ich Euch etwas darüber erzählen möchte, wie sich meine Ansichten, meine Einstellungen, mein Verhalten anderen Menschen gegenüber und meine komplette Lebenssituation in einer Art und Weise zum POSITIVEN verändert hat, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Und das trotz bzw. gerade wegen diesen (meist negativen Themen) die wir auf diesem Blog behandeln. Dass dies kein Widerspruch sein muss, möchte ich Euch mit einigen Beispielen aus meinem Leben zeigen und Euch MUT machen, JETZT SOFORT damit zu beginnen etwas zu VERÄNDERN, frei nach dem Motto:

Du kannst jederzeit etwas in Deinem Leben verändern, heute wäre ein guter Tag dazu 

 

Für mich gibt es heute das Wort ZUFALL im allgemein bekannten Sinne (keine Ursache, kein Zusammenhang , keine Gesetzmäßigkeit erkennbar) nicht mehr. Vielmehr hat es für mich heute die Bedeutung, dass mir etwas (aus einem zu diesem Zeitpunkt mir vielleicht noch nicht erkennbaren Grund) ZUGEFALLEN ist und ich damit einen kleinen Wink mit dem Zaunpfahl bekomme, mich damit zu beschäftigen. Auf diese Art und Weise bin ich in einer sehr schwierigen Lebenssituation durch ZUFALL auf das Buch “Auf ein Wort” von Rudi Berner gestoßen, das meine bis dahin gültigen Ansichten und mein heiles Weltbild völlig auf den Kopf gestellt hat. Auf der einen Seite hatte ich eine schwere Erkrankung und auf der anderen Seite plötzlich ein Buch, mit aus damaliger Sicht völlig abgedrehten Aussagen die mich dazu zwangen, über viele Dinge in meinem Leben nachzudenken und der Auslöser waren, BEWUSST etwas in meinem Leben zu verändern. Viel schlimmer konnte es für mich nicht mehr kommen und nur noch besser werden und es wurde besser. VIEL BESSER!

Das was ich in diesen Artikeln und allgemein auf diesem Blog schreibe, ist meine persönliche Meinung, die sich aus persönlichen Erlebnissen gebildet hat. Jeder Mensch hat seinen einzigartigen individuellen Lebensweg und muss seine eigenen Erfahrungen machen. Deshalb möchte ich diese Artikel auch nur als Anregung sehen, über bestimmte Dinge in Eurem Leben nachzudenken, auch mal entgegen der Meinung von Eltern, Freundeskreis oder der Gesellschaft über den eigenen Schatten zu springen und den Mut zur Veränderung zu haben. Man kann auch mit kleinen Schritten beginnen, wie in meinem ersten Beispiel zum Thema Verantwortung übernehmen.

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Mut zur Veränderung (1) – Verantwortung übernehmen

Als ich noch komplett im Hamsterrad lief (ich bin immer noch drin, aber ich habe schon mal den Ausgang gefunden und auch schon ein Bein draußen), da bin ich auch all diesen wunderbaren Träumen hinterher gerannt, die uns die Werbung vermittelt (mein Haus, mein Auto, mein Boot u.s.w). Mit einem normalen Job als Angesteller war so etwas leider nicht zu verwirklichen und da wird man schon kreativ und beginnt verschiedene Möglichkeiten abzuwägen. Banküberfall (zu gefährlich), reiche Frau heiraten (wer weiß was die als Gegenleistung von mir will) oder regelmäßig Lotto spielen (ja das war es!!). Also schön brav jede Woche den Schein ausgefüllt und von Woche zu Woche auf die richtigen Zahlen gehofft. Und irgendwann habe ich mal den Taschenrechner genommen und zusammengerechnet, was ich pro Jahr für dieses Vergnügen (nicht meins, sondern das der Lottogesellschaft) ausgebe.

Zu diesem Zeitpunkt haben mich auf Plakaten oder in Zeitungsanzeigen immer wieder Kinderaugen angesehen und für die Übernahme einer Patenschaft in der 3. Welt gebeten. Und plötzlich war der Wunsch da, mit dem bisher sinnlos verprassten Lottogeld etwas sinnvolles zu tun, Verantwortung für andere zu übernehmen denen es nicht so gut geht und ich habe mich dann ausführlich informiert, welche Organisationen seriös und zuverlässig Kinderpatenschaften vermitteln. 

Meine Frau und ich haben uns dann für die Kindernothilfe entschieden und für 30,- € pro Monat und Kind die Patenschaft für einen Jungen in Swaziland und ein Mädchen in Indien übernommen. Wir bekommen regelmäßig Informationen über die Projekte mit denen die Kinder und ihre Familien unterstützt werden und freuen uns ganz besonders, wenn wir einen persönlichen Brief der Kinder bekommen.

Unjela ist 11 Jahre alt und lebt in Ranchi am östlichen Rand Zentralindiens. Ihr Vater bewirtschaftet etwas Land, die Mutter kümmert sich um den Haushalt und um ihre 3 Geschwister. Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind sehr ärmlich (Monatseinkommen umgerechnet ca. 12,- €). Unjela geht in die 5. Klasse einer Mädchenschule, ist sehr fleißig, an naturwissenschaftlichen Dingen interessiert und möchte später einmal studieren. Sie schreibt uns regelmäßig und verziert ihre Briefe mit wunderschön gemalten Blumen. 

Menzi ist 13 Jahre alt und lebt in Swaziland, einem der ärmsten Gebiete in Afrika. Seine Eltern sind verstorben und er lebt zusammen mit seiner Großmutter in einem Haus, das man kaum noch als solches bezeichnen kann. Swaziland hat mit ca. 40% der 15- bis 49-jährigen die höchste Aids-Infizierungsrate der Welt. Wie viele Jungs in Afrika, spielt er mit seinen Freunden begeistert Fußball, kümmert sich aber auch um den Garten. Sein Berufswunsch ist Soldat, was in einer von Gewalt und Armut gebeutelten Region nachvollziehbar ist. Aber da werde ich wohl noch etwas Überzeugungsarbeit leisten müssen, dass es noch andere Berufe gibt, die dem Gemeinwohl besser dienen. 

Vielleicht haben meine Frau und ich irgendwann mal die Möglichkeit, unsere Patenkinder persönlich kennenzulernen, sie einfach so von Mensch zu Mensch in den Arm zu nehmen und ganz fest zu drücken. Wenn ich an die beiden denke, dann werden vermeintlich wichtige Dinge des Alltags plötzlich zur Nebensache und in meinem Herzen fühle ich ein wunderschönes Gefühl der Verbundenheit. Und an dieses Gefühl kann man sich ganz schnell gewöhnen und möchte es mit allen Menschen auf diesem Planeten teilen.

Nur wenn wir die sorgfältig in unsere Köpfe implantierten Glaubenssätze und Verhaltensmuster auflösen können und erkennen, dass wir alle miteinander verbunden und somit Teil des Ganzen sind, werden wir die dringend erforderlichen Veränderungen unserer Gesellschaft friedlich erreichen können. Der Wunsch für Veränderungen muss bei allen Menschen von innen heraus kommen und durch das eigene Verhalten anderen gegenüber auch entsprechend vorgelebt werden. Dabei sollten Toleranz, Mitgefühl und Verantwortung für das Gemeinwohl an erster Stelle stehen. 

So, dies war der erste Artikel mit dem Thema “Verantwortung übernehmen”. Fortsetzung folgt.




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