23
Okt
08

Vorleben – auf dem Weg zu einer „besseren“ Gesellschaft

Wer nun meint, ich hätte die Weisheit mit Löffeln – etc. pp. Ihr wisst schon, der liegt falsch! Ich mache mir nur seit mehreren Monaten so meine Gedanken, was ich persönlich tun kann, um die Welt, die Gesellschaft und damit unser Zusammenleben auf diesem netten Planeten etwas angenehmer zu gestalten.

Ganz einfach: Schon einmal die Welt vorleben, die man gerne einmal haben möchte.

Hört sich jetzt sicherlich übertrieben an, geht aber ganz einfach. Hier mal ein paar Beispiele:

Ich mag es einfach nicht, wenn jemand über jemand anderes schlecht spricht, sich über denjenigen lächerlich macht, sich über ihn erhebt und damit zeigen möchte, dass er selbst ja viel besser, schöner, stärker, schlauer oder ähnliches ist. Seit einiger Zeit reagiere ich in genau diesen Fällen mit Gelassenheit und versuche möglichst neutral an die Thematik heranzugehen und so Vorurteile und Urteile zum Wanken zu bringen. Lustig wird es dann, wenn ich es einige Zeit lang in einer bestimmten Gruppe (Kollegen, Freunde, Familie) so praktiziert habe; wenn jemand wieder einmal über jemanden etwas sagt, dann häufig gleich selbst mit einem Blick in meine Richtung und einer relativierenden, bzw. erklärenden Haltung! Dann denke ich bei mir, okay da hat doch etwas gefruchtet.

Ein weiteres Beispiel: Wer immer nur sagt er habe Stress, der hat auch Stress. Viele Stresser zusammen machen noch mehr Stress. Warum da nicht mal derjenige sein, der sagt: „Hey, bleibt alle mal ganz cool. Der Himmel ist blau (von Chemtrails muss ich ja nichts sagen – sonst regen sie sich gleich wieder auf…), wir haben gute Luft, nehmen wir doch mal ein paar tiefe Luftzüge und versuchen uns in diesem Moment zu erholen…“ Das wirkt manchmal wahre Wunder. War eben der Chef noch das größte A…, wird es nun relativiert und die Stimmung geht von „Übergekocht“ zu „Lauwarm“ über.

Auch das Thema Geld ist in verschiedenen Gesprächen immer wichtig: Immer ist es zu wenig – bei uns auch – aber es könnte schlimmer kommen. Oder man kann demnächst viel mehr bekommen. Wie auch immer: Geld scheint bei vielen absoluten Vorrang als Thema zu haben. Auch hier gehe ich dann vollkommen emotionslos damit um und versuche zu zeigen wie unnütz Geld ist um glücklich zu sein. Erzähle, wie angenehm es sein kann an einem Samstag Abend, irgendwo auf einem Feld zu sitzen und die Sterne zu beobachten. Das kostet nichts – maximal das Fläschchen Wein, das man sich geschwind noch eingepackt hat. An diesem Abend erlebt man häufig mehr als beim „Kneipenhopping“ in der Stadt, der Abend ist kostenlos aber sicher nicht umsonst, hat man sich doch auch mit dem Universum beschäftigt und noch einiges über unsere Milchstraße gelernt.

Apropos Geld ausgeben. Bald naht ja das große Fest, das dem Einzelhandel die Kassen voll machen wird – wohl auch trotz oder gerade wegen der Finanzkrise („kaufen wir noch schnell was ein, bevor wir nix mehr haben“). Seit Jahren bastle ich wieder. Es gibt für fast alle Familienmitglieder einen schönen Fotokalender. In diesem Jahr werde ich mich an kleine Orgonit-Rosen (Towerbuster in schön) machen. Sieht dekorativ aus und wenn es auch noch gegen Elektrosmog und Co. hilft, soll es mir für meine Lieben gerade Recht sein.

Habt Ihr weitere „Vorleb-Tipps“? Kommentare erwünscht 😉

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4 Responses to “Vorleben – auf dem Weg zu einer „besseren“ Gesellschaft”


  1. 1 quotesdaily
    23. Oktober 2008 um 21:23

    Tja, In Vino Veritas.Stress entsteht durch Leistungsdruck. Leistungsdruck entsteht dadurch das wir alle Geld verdienen müssen. Wir müssen alle Geld verdienen weil wir momentan einen Lebensstandard anstreben oder bzw. Leben der nicht feierlich ist. Nicht für uns und nicht für unsere Gesellschaft. Geschweige denn von der gesammten Erde. Machen wir uns nichts vor meine Freunde.Ich sitz hier grade und schlürfe meinen „Espana Velecia Vino Tinto“ von Lidl im angebot bei Lidl für 0,99€.Wenn ich heute eine Runde Billard in der nächsten Bar spielen würde hätte ich locker 20 € auf den Kopf gehauhen. Und ich könnte mich nicht so frei äussern und über Themen sprechen die meine und unsere Welt bewegen und derer förderlich sind. Jedenfalls nicht mit Menschen in meinem Alter.Wir sind Intelektuelle Prostituierte.Bzw. die Leute die jeden Tag ohne Ende Geld scheffeln, ihre Nase stolz nach oben richten und kein Gewissen für die restliche Welt bezitzen… DAS MACHT MICH KRANK!

  2. 2 quotesdaily
    23. Oktober 2008 um 21:41

    Achja.. ich bin vom Thema abgekommen, entschuldige.Vorleben.
    Also das funktioniert so: Jemand macht etwas wovon er überzeugt ist.
    Er hat vorher genau analysiert worauf es in der Situation ankommt.
    Das heisst er schätzt Gefahren, Einflüsse, Massnahmen,Reaktionen und den Endeffekt seines Handelns ein. Das MUSS „meiner Meinung nach“ so gestallten das es zumindest keinen hindert sich frei zu entfallten und andere zu diskreminieren (schreibt man das so?).Desweiteren sollte „mann“ danach handeln das es zum wohle aller bestimmt ist.Meiner Meinung nach natürlich.Egozentriker können sich getrost eine Kugel in den Kopf jagen wenn sie denken das sie irgendwann die Welt beherschen.Das ist nicht drin,wie man so schön sagt. Irgendwann wird sich die negative Energie gegen euch wenden.ACTIO EST REACTIO!Das Prinzip von actio et reactio (lateinisch für Aktion und Reaktion) oder Wechselwirkungsprinzip nach Isaac Newton besagt, dass jede Aktion (Kraft) gleichzeitig eine gleich große Reaktion (Gegenkraft) erzeugt. Das ist Gesetz. Also achtet darauf im wohle welchen Prinzips ihr handelt! Ich hoffe das ich mich verständlich ausgedrückt habe 🙂
    mfg Dustin / infokriege.de

  3. 3 quotesdaily
    23. Oktober 2008 um 23:00

    Es tut mir wahnsinnig leid (das ist gelogen) wenn ich hier den dritten Kommentar poste, aber mir ist grade etwas eingefallen als ich bei youtube unterwegs war und dachte das wäre ganz nett zu erwähnen: http://www.youtube.com/watch?v=pdfl5MvKgI0&feature=related

  4. 4 Fabian Emmert
    24. Oktober 2008 um 23:04

    Hier zwei Kapitel … Zitate aus dem Tao Te King, eine Sammlung von Spruchkapiteln. Dào (Tao) „Weg, Prinzip“ oder „Sinn“, und Dé (Te) „Kraft, Leben“ oder „Charisma, Tugend, Güte“. Jīng (Ging, King) bezeichnet einen Leitfaden.

    Kap. 49
    „Der wirklich Weise
    macht sich wenig Sorgen um sein eigenes Wohl.
    Ihm liegt das Wohl der anderen am Herzen.
    Ich bin gut zu denen, die gut sind.
    Zu den Unguten bin Ich auch gut.
    Denn so vermehrt sich Güte.
    Ich habe Vertrauen zu denen, die vertrauensvoll sind.
    Aber ich zeige auch Vertrauen denen,
    die nicht vertrauensvoll sind,
    denn so vermehrt sich Vertrauen.
    Der wirklich Weise lebt verschwiegen
    und hält sich zurück in dieser Welt.
    Die Menschen richten ihre Augen und Ohren auf ihn,
    und er behandelt alle Menschen wie Kinder.“

    Kap. 50
    „Mit dem Beginn unseres Lebens
    begeben wir uns in die Richtung des Todes.
    Von zehn Begleitern verschwenden sich
    drei für den Anfang des Lebens,
    und drei weitere verschwenden sich
    für das Ende des Lebens,
    und nochmals drei verschwenden sich
    auf dem Weg zwischen Geburt und Tod.
    Warum ist das so?
    Weil die Menschen so ohne Maßen leben
    und zu sehr am Irdischen hängen.
    Über den einen Menschen, der übrig bleibt aber,
    kann man folgende Meinung hören:
    Er versteht es, richtig zu leben,
    er kann überall hingehen, ohne Angst vor wilden Tieren
    wie Nashorn und Tiger.
    Und wenn er einen Kampf bestreitet,
    braucht er keinen Schild und keine Waffen.
    An so einem Menschen findet das Nashorn keine Stelle,
    wo es sein Horn hinstoßen könnte,
    und der Tiger findet keinen Platz
    für seine Pranken.
    Und ebenso finden die Waffen keine Stellen,
    wo sie treffen können.
    Warum ist das so?
    Er ist ohne tötliche Stellen.“

    Konnte ich mich schon sehr damit identifizieren, als ich das Büchlein zum ersten Mal gelesen habe.


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