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Okt
09

Heilung unerwünscht: Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern

Millionen Menschen leiden unter schweren Hauterkrankungen. Vielen könnte geholfen werden, wenn man sie mit einer neu erfundenen Spezial-Salbe behandeln würde. Das haben Wissenschaftler und Ärzte festgestellt! Doch die großen Pharmakonzerne weigern sich, die Erfindung auf den Markt zu bringen.

Warum nur?

Eine fast unglaubliche Dokumentation über die profitgierigen Machenschaften der Pharmaindustrie und der Privatbank SAL Oppenheim (heute Teil der Deutschen Bank), um die Herstellung einer billig zu produzierenden wirksamen Salbe zu verhindern, die Millionen Hautkranken helfen könnte. Tatsächlich hat die Pharmaindustrie kein Interesse daran Menschen nachhaltig zu helfen. Allein die lebenslange Behandlung chronisch kranker Menschen scheint einen sicheren Markt mit entsprechenden Milliardenumsätzen zu gewährleisten. Es bestätigt das Bild, was aufgeklärte kritische Menschen von der Pharmaindustrie und der Bank SAL Oppenheim bereits haben.

Zu wirkungsvoll und zu preiswert?

b12 salbe

Die Salbe ist wohl „zu“ gut: Weil das Mittel gleichermaßen wirkungsvoll wie preiswert ist, fürchtet die Pharmaindustrie offenbar die Konkurrenz zu den eigenen viel teureren Mitteln. Einige Konzerne wollen die Patentrechte des Medikaments sogar kaufen, um dessen Vermarktung komplett zu verhindern. Das „Aspirin für die Haut“ soll auf keinen Fall in den Handel kommen. Der Wirkstoff ist ein völlig harmloses, aber sehr wirksames Vitamin mit der Bezeichnung B12 oder Cyanocobalamin, harmlos deshalb, weil praktisch keine Gefahr einer Überdosierung besteht, was bei anderen Vitaminen nicht immer so ist. Die eigentliche Funktion im Falle der Hautkrankheiten ist die: B12 ist ein Stickstoffmonoxyd-Fänger, und Stickoxyde sind für die Hautveränderungen bei Neurodermitis und Psoriasis verantwortlich.

heilung unerwünscht buch

Das Buch zur Sendung mit dem Rezept der Salbe

Für alle Interessierten und Betroffenen: Das Buch zur Sendung „Heilung unerwünscht. Die Geschichte eines verhinderten Medikaments“ von Klaus Martens mit Rezept der Salbe erscheint Anfang November 2009 im DuMont Buchverlag (ISBN: 978-3-8321-9531-1).

Quelle: DasErste

Da ich selbst an schwerer Schuppenflechte leide habe ich mir, nach dem ich die Doku gestern im Fernsehn sah, gleich mal eine Portion bestellt.

Update:

http://www.drei-eichen-apotheke.de:

„Wir können Ihre Bestellung leider nicht wie angeboten ausführen:
Laut Auskunft des Herstellers ist die Salbe erst Mitte November verfügbar.

Das Produkt wurde vom Hersteller zum 15.10. registriert und dadurch automatisch in unseren Shop aufgenommen.
Dass es noch gar nicht lieferbar ist,  haben wir erst heute morgen auf Nachfrage vom Hersteller erfahren.
Für die anderslautende Darstellung auf unserer Website bitten wir um Entschuldigung!

Ihre Bestellung wurde daher wieder storniert.
Sobald die Salbe tatsächlich lieferbar ist, werden wir Sie benachrichtigen“

Regividerm wird offiziell ab Mitte November in Apotheken erhältlich sein.
PZN: 5523487
Name: Regividerm B12 Salbe
Handelsgröße: 100 g
Verbraucherendpreis 28,85 €
Update 2:
Der Nachhall auf die, bei der ARD ausgestrahlte, Sendung ist gewaltig. Auf http://www.regividerm.de wurden nun die Inhaltsstoffe der Regividerm Vitamin B 12 Salbe veröffentlicht.

Diese sind:

0,07 Gramm Vitamin B 12, 46 Gramm Avokadoöl, 45,42 Gramm Wasser,  8 Gramm TEGO ® Care PS, 0,26 Gramm Kaliumsorbat, 0,25 Gramm Zitronensäure

Regividerm® Vitamin B 12 Salbe ist zugelassen für die Behandlung von Neurodermitis für Kinder ab dem ersten Lebensjahr und Psoriasis (Schuppenflechte).

Der Tag danach…

20. Oktober 2009

Die Reaktionen der Zuschauer des ARD Filmes “Heilung unerwünscht – Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern” von Klaus Martens sind sehr zahlreich – und zum Teil werden wir mit äußerst erschütternden Schicksalen der Betroffenen konfrontiert!

Anrufer aus der ganzen Welt fragen quasi im Minutentakt via Email, Brief und über unser Regividerm – Telefon an und wollen mehr über das Projekt erfahren. Wir sind kaum in der Lage, alle Anfragen angemessen zu beantworten und bitten auf diesem Weg um Ihr Verständnis, wenn Sie uns nicht direkt erreichen und Ihre Emails und Briefe erst verspätet von uns beantwortet werden können.

Viele Ihrer Fragen werden jedoch hier auf unseren Webseiten in der Rubrik “Antworten auf Fragen” beantwortet, die wir fortlaufend aktualisieren.

Durch die aktuell eingegangene Kooperation mit einem kleinen, unabhängigen Vertriebspartner aus der Schweiz sind wir zuversichtlich, bald  allen Wünschen und Anfragen gerecht zu werden. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kann nun also davon ausgegangen werden, dass Regividerm Vitamin B 12 Salbe im November 2009 in den Apotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich ist.

Bitte beachten Sie: Bestellungen von Regividerm Vitamin B 12 Salbe können wir NICHT annehmen und Proben von Regividerm Vitamin B 12 Salbe sind NICHT verfügbar!

Unter Angabe der so genannten PZN Nummer 5523487 sollten die Apotheken in der Lage sein, Ihre Bestellung von Regividerm Vitamin B 12 Salbe grundsätzlich auch schon heute entgegen zu nehmen. Regividerm Vitamin B 12 Salbe ist  dennoch im Moment nicht direkt lieferbar – wir können derzeit auch nur eine kleine Menge Regividerm Vitamin B 12 Salbe produzieren.

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12 Responses to “Heilung unerwünscht: Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern”


  1. 1 schuppi
    20. Oktober 2009 um 21:25

    Vielen Dank für diesen Beitrag, ich konnte die Sendung gestern nicht verfolgen!

    Dann sind wir mal gespannt wie die Geschichte um diese Salbe weiter geht.

    Alles gute,

    ein Schuppi

  2. 2 Antikapitalist
    21. Oktober 2009 um 13:25

    Skandal! Naja, ich bin selber auf Fumaderm, aber so ne Salbe im Schrank für ganz schlechte Zeiten ist ja nicht schlecht

  3. 21. Oktober 2009 um 22:30

    Aus den Absonderungen einer vor der Küste Südafrikas lebenden Qualle könnte man ein Mittel gewinnen, welches Malaria-Erreger ein für allemal in einem menschlichen Körper abtötet. Das ist seit Jahren hinlänglich bekannt. Nur – es kümmert sich niemand darum, dieses Medikament zu entwickeln, weil die Pharamindustrie an den stets wiederkehrenden Anfällen Malaria-Geschädigter weitaus mehr verdient…

  4. 21. Oktober 2009 um 23:55

    Ich Benutze z.Z. eine Carbonis Cetergens (Steinkohle-Teer) Salbe, 10% Harnstoffsalbe und Cignolin Salbe … vertrage ich alle sehr gut. Den starken Einfluss der Pharmaindustrie auf unser Krankheits-System … ähm Gesundheits-System, erkennt man auch daran, dass 2 der Salben die ich benutze nicht von der Kasse gezahlt werden. Argument: keine verschreibungspflichtigen Inhaltsstoffe. Lasse ich mir z.B. eine kortisonhaltige Creme verschreiben … würde gezahlt werden, warum wenn andere Produkte verträglicher und besser sind!?
    Neben der Behandlung der Symptome, sucht man natürlich immer noch selbst nach der Ursache 🙂

    Das Thema mit der Malaria ist mir neu, ist aber interessant was man dbzgl. so findet.

  5. 5 Heidrun
    23. Oktober 2009 um 23:51

    ich habe länger darüber nachgedacht, warum die pharmaindustrie die salbe nicht vermarkten will. irgendwie sind die gründe in der reportage nicht schlüssig. auch der spiegel reporter bei plassberg, der eigentlich gegen die pharmaindustrie war, fand die argumente nicht überzeugend.
    die salbe hätte trotzdem teuer verkauft werden können, auch wenn die inhaltstoffe billiger sind als andere, denn der wert eines medikaments richtet sich in der welt des kapitalismus nicht nach den kosten für die rohstoffe sondern nach dem nutzen/profit.
    ich vermute vielmehr, dass das problem in der leichten beschaffung der ausgangsstoffe besteht. salben und cremes selbst anrzurühren ist ein kinderspiel, die rohstoffe findet man im internet ohne probleme (z.b. bei baccararose, dragonspice usw.). mit ein bischen einlesen bekommt jeder so eine creme hin. ich denke, hier liegt die hauptgefahr für die pharmafirmen, denn avocadöl und vitamin b12 sind völlig frei handelbar und wesentlich günstiger zu bekommen als die 30-80 euro, die ein 100g döschen dieser creme wohl kosten würde, wenn sie offiziell verkauft werden würde!!

  6. 6 joe-blues
    25. Oktober 2009 um 14:12

    @ Heidrun
    Leider habe ich weder bei baccararose noch bei dragonspice reines Vitamin B1 auch Cobalamin oder Cynocobalamin gefunden. meist gibt es dort Pillen mit noch anderen Inhaltsstoffen aber kein Vitamin B12 Pulver.

    Ich wäre dankbar für einen konkreten Lieferanten, der die Inhaltstoffe auch hat.

  7. 7 Kirk
    28. Oktober 2009 um 13:27

    Recherchiert das bitte nochmal!

    Ich hab gelesen dass das alles nur ne gut aufgezogene Werbeidee war.

    Schade darum!

  8. 8 Fabian
    28. Oktober 2009 um 15:07

    Das jetzt ein paar getroffene (Pharma-)Hunde bellen, ist doch klar. Am Artikel muss ich denke ich nichts ändern, der Text beschreibt den Inhalt der Dokumentation und die Reaktionen darauf.

    Inwieweit der Inhalt der Doku und der Zeitpunkt der Ausstrahlung missbraucht wurde, beurteile ich nicht. Da war die Bild Zeitung eine der ersten die so argumentierten … der Rest der Meldungen dazu klang dann irgendwie überall gleich.

    Ich bilde mir meine Meinung dazu mitte November, wenn ich die Selbe selbst testen kann.

  9. 28. Oktober 2009 um 21:11

    „ich habe länger darüber nachgedacht, warum die pharmaindustrie die salbe nicht vermarkten will. irgendwie sind die gründe in der reportage nicht schlüssig“

    Hallo aufwachen! „Die“ wollen keine Heilung für uns! Der Verdienst ist nebensächlich! Die wollen Eugenics. Das ist eben die Realität der Biopolitik!

    LG HDF

  10. 16. November 2009 um 20:19

    Hallo,

    irgendwie ist die Sache doch misteriös, oder ?

    Das klingt alles so perfekt; böse Pharmaindustrie (ja, die ist vielleicht böse, aber möglicherweise eben nicht in diesem Fall) verhindert Medikament.

    Doch angeblich soll das alles gar nicht so stimmen, wie in dem Beitrag berichtet.

    Ich meine, ich brauche das Zeug nicht, zum Glück, aber ich weiss auch nicht was ich glauben soll.

    Ich bin auch „nur“ an die Wahrheit interessiert.

    ANGEBEBLICH soll ein (schweizer?) Pharmakonzern sich wenige Tage nach dem Beitrag doch entschlossen haben, das Medikament zu vermarkten.

    Ist alles (vielleicht) nur ein Marketing Gag?

    Angeblich soll der Vertrag des (schweizer?) Pharmakonzerns schon im September, also lange vor dem TV Beitrag, geschlossen worden sein….!!!!

    Alles sehr merkwürdig – oder ein „erstaunlicher“ Zufall???

    Grüße
    Jürgen

  11. 8. September 2016 um 18:01

    interessanter Artikel. in meinen augen alles zu perfekt. an meinen vorredner weisst du zufällig welcher konzern das war bzw. wie das medikament heisst?


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